Tambourcorps Küntrop e.V.
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Chronik des Tambourcorps Küntrop -1921-1971-

Bild: Adolf Linke

Seit 1902 bestand in Küntrop ein Turnverein. Aus diesem wurde im Jahr 1921 die Idee, ein Tambourcorps zu gründen, geboren. Adolf Linke suchte und fand in Josef Kaiser und Wilhelm Hesse Gleichgesinnte, die sich für diese Art von Musik interessierten. Das Trio der Gründungsmitglieder wuchs rasch zu einer Gruppe von 10 Mann. Adolf Linke, der während seines Militär­dienstes das Schlagen der kleinen Trommel gelernt hatte, gab seine Kenntnisse an die angehenden Tambouren weiter. Diejenigen, die die Querflöte als Instrument gewählt hatten, machten sich zweimal wöchentlich zu Fuß auf den Weg nach Garbeck, um dort das Spiel auf diesem Instrument zu erlernen.

 

Bild: Franz Hammecke

 

Im Saal der Gaststätte Schweizer, dem Ver­einslokal des neuen Vereins wurde das Zu­sammenspiel von Trommel und Flöte geprobt. Nachdem die Anfangsschwierig­keiten überwunden waren, stellte sich die kleine Truppe dem Urteil der Öffentlichkeit. Das Tambourcorps Küntrop fand Anklang und seine Musik wurde von der Bevölkerung angenommen. Jetzt stießen weitere Nach­wuchskräfte zu dem jungen Verein. Die musikalische Leitung übernahm zunächst als Tambourmajor Wilhelm Linke. Er wurde aber schon 1923 von Franz Hammecke abgelöst. Franz Hammecke stand dem Verein bis zu seinem Tod im Jahr 1964 vor.


Die ersten zehn Jahre gehörte das Küntroper Tambourcorps dem Turnverein an. 1931 wurde der Verein eigenständig. Die alten ausgedienten Militärinstrumente genügten jedoch kaum den Mindestanforderungen, außerdem mußte für den Nachwuchs das entsprechende Übungs­gerät angeschafft werden. Da die Vereinskasse noch nicht die genügende Deckung aufwies, half jetzt die Küntroper Bevölkerung. Durch Sammlungen und Spenden konnten neue Flöten und Trommeln sowie das dazugehörende Schlagzeug angeschafft werden. Als Uniformen dienten dunkle Anzugsjacken mit aufgenähten Uniformeffekten. In den folgenden Jahren wirkte das Tambourcorps bei vielen heimischen Festen und seit der Gründung beim Schützen­fest der ein Jahr zuvor gegründeten Schützen-bruderschaft St. Sebastian mit. Man fand die Männer des Tambourcorps aber nicht nur auf Festen in Küntrop, sondern auch auf Veran­staltungen benachbarter Spielmannszüge, wo man die Leistungen im friedlichen Wettstreit miteinander verglich. So zeugen etliche Pokale und Urkunden von den Leistungen der Spielkameraden in den ersten Jahren des Vereinsbestehens. So besuchte der junge Verein am 13.05.1923 einen Wettstreit, der vom Trommlercorps der Freiwilligen Feuerwehr Lüdenscheid ausgerichtet wurde. Die dargebrachte Leistung überzeugte die Preisrichter.

Bild: Urkunde

Die Küntroper Musiker konnten den 1. Hauptehrenpeis mit nach Hause bringen. Im gleichen Jahr wurde ein weiterer Wett­streit, ausgerichtet vom Trommlercorps des Turn- und Kriegervereins Garbeck, besucht. Hier erhielt das Tambourcorps den 2. Haupt­ehrenpreis. In den weiteren Jahren konnte man die Männer um Franz Hammecke immer wieder auf den verschiedensten Wettstreiten erleben. Die noch erhaltenen Urkunden zeugen von den großartigen Leistungen auf dem Gebiet der Spielmannsmusik.

 

Aber nicht nur bei musikalischen Veran­staltungen konnte man die Mitglieder des Küntroper Tambourcorps antreffen, sondern auch bei Theateraufführungen. Die Musiker stellten dann das Theaterensembel. So gab am 15.11.1931 das Tambourcorps eine Vorstellung im Saal des Vereinslokals, der Gaststätte Schweizer. Zur Aufführung kamen die Theaterstücke „Die Allerseelen­nacht" und „Familie Leinöl". Die dafür benötigten Kostüme wurden in Dortmund bei einem „Theater-Kostüm-Verleih-Institut" ausgeliehen.

 

Der zweite Weltkrieg entzog den Musikern das Betätigungsfeld. Fast alle Mitglieder waren Kriegsteilnehmer. Viele ließen ihr Leben. Nach dem Ende dieser unseligen Zeit wurde die Arbeit mit neuem Eifer aufgenommen. Wieder lernte Adolf Linke die Trommelschüler an. Die Flötisten wurden jetzt von Heinrich Severin unterrichtet. Auch jetzt mußten wieder schwarze Anzugsjacken als Uniformen herhalten. Den Tambourstab übernahm wieder Franz Hammecke. Er führte den Verein mit Ruhe und Umsicht zu manchen Erfolgen. So erhielt das Corps bei einem Wettstreit des Tambourcorps Bentrop am 16.05.1954 den 1. Festzugspreis, den 2. Hauptehrenpreis, den 1. Klassenpreis, den 1. Ehrenpreis sowie den 1. Höchstpreis und den 1. Tambourmajorpreis. Am 31. Mai und am 01. Juni 1958 feierte der Verein sein 35-jähriges Bestehen im dorfeigenen Zelt.

Bild. Tambourcorps im Jahre 1950

 

Zwei Jahre später erhielt das Tambourcorps unter Mithilfe der Küntroper Bevölkerung eine neue Uniform. Im Sommer des Jahres 1962 richteten die Musiker einen Wettstreit aus. Erwähnenswert ist hier die Teilnahme der „Amsterdamse Show Drumband Risoluto" aus den Niederlanden.

 

Im Jahr 1964 wurde der Verein hart getroffen. Der Tod nahm Franz Hammecke den Tambour­stab aus der Hand. Übergangsweise übernahm nun Wilhelm Kaiser dieses Amt. Aber schon 1965 wurde Friedhelm Schilling, der Schwiegersohn von Franz Hammecke, zum neuen Tambourmajor gewählt. Er führte den Verein souverän bis in das Jahr 1981. Auch aus dieser Zeit sind erwähnenswerte Erfolge vorzuweisen. Unter 24 zum Wettstreit angetretenen Vereinen erhielt das Tambourcorps Küntrop in der ersten Paukenklasse den 1. Hauptehren­preis sowie den 1. Tambourmajorpreis auf einer Veranstaltung des Tambourcorps Elspe.

Bild: Wilhelm Kaiser

 

Ebenso kann von herausragenden Auf­tritten wie z.B. der Mitwirkung beim Großen Zapfenstreich mit der Knappenkapelle Meggen, anläßlich des 80-jährigen Be­stehens des Musikvereins Hachen am 15.05.1971 berichtet werden.

In dieser Zeit kam der Flötist Georg Marek dem Flötenausbilder Heinrich Severin zu Hilfe und lernte mit ihm zusammen die neuen Flötisten an. Franz-Josef Fuderholz widmete sich mit großem Eifer den neu be­ginnenden Trommlern.

Bild: Friedhelm Schilling

 

Am 18.September 1971 feierte der Verein unter der Leitung von Friedhelm Schilling sein 50-jähriges Jubiläum mit einem großen Freundschaftstreffen in der Küntroper Schützenhalle.

 

 

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